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Architektursymposium Zürich

Am 2. Juni 2026 fand in Zürich das zweite Architektursymposium zum Thema «Government Architektur gestalten» statt – eine gemeinsame Veranstaltung der Arbeitsgruppe Architektur der Digitalen Verwaltung Schweiz (DVS) und dem Bereich Digitale Transformation und IKT-Lenkung (DTI) der Bundeskanzlei.

Das Architektursymposium bietet der Architektur-Community eine inspirierende Plattform für den fachlichen Austausch zur Gestaltung und Weiterentwicklung der Government-Architektur.

Übersicht

Präsentationen [#Praesentationen]
Rückblick in Bildern [#Galerie]
Über das Architektursymposium [#Informationen]
Zufriedenheitsumfrage für Teilnehmende [#umfrage]

Präsentationen

Architekturmanagement ZH [/application/files/6017/8099/3683/1_Architekturmanagement_ZH.pdf]
Architekturmanagement: Intégrer la gestion des capabilités dans la vision architecture 2050 [/application/files/5517/8099/3820/2_Capabilites_Vision_2050.pdf]
Architekturmanagement: Referenzarchitekturen (BK) [/application/files/8617/8099/3685/3_Referenzarchitekturen.pdf]
Digitale Souveränität: Faktenbasierte Analyse zu Alternativen von M365 [/application/files/6717/8100/4948/4_Faktenbasierte_Analyse.pdf]
Open Source als eine Säule der digitalen Souveränität [/application/files/7517/8246/1045/16_Open_Source_als_Saeule_der_Digitalen_Souveraenitaet_Schoeb.pdf]
Souverän durch Automation [/application/files/1817/8125/1890/15_Souveraen_durch_Automation.pdf]
Workshop: 20 Jahre Swissdec [/application/files/8917/8100/5219/5_Swissdec-Workshop.pdf]
Workshop: Interoperabilität durch Data Fabrics [/application/files/4617/8099/3690/6_Interoperabilitaet_Data_Fabrics.pdf]
Workshop: Datenräume Referenzarchitektur [/application/files/7817/8100/6226/14_Datenoekosystem_Schweiz_und_Geoinformation.pdf]
Fachanwendungen auf Basis von Referenzarchitekturen (ISC-EJPD) [/application/files/5317/8099/3687/7_Referenzarchitekturen_EJPD_DE.pdf]
Fachanwendungen: Vom Formular zur Vorgangsverwaltung: Architektur für den digitalen One‑Stop‑Shop im Kanton Thurgau [/application/files/2517/8099/3687/8_Vom_Formular_zur_Vorgangsverwaltung_Fachanwendungen_DVS_Architektursymposium_2026.pdf]
Fachanwendungen: IT-Architektur für eine schweizweite Betreibungsauskunft [/application/files/9817/8099/3687/9_Schweizweiter-Betreibungsregisterauszug.pdf]
Portale: Zielbild Registerdaten natürliche Person [/application/files/8317/8099/3685/10_Zielbild_Registerdaten_natuerliche_Person_DE.pdf]
Referenzarchitekturen für interoperable Portale [/application/files/8717/8099/3685/11_Referenzarchitekturen_fuer_Portale_Symposium.pdf]
One-Stop- und Once-Only-Experience dank interoperablen Behördenportalen [/application/files/4317/8099/3685/12_OneStop_OnceOnly.pdf]
Keynote: Mehrwert der Enterprise-Architektur [/application/files/8417/8100/5987/13_Mehrwert_der_Enterprise-Architektur.pdf]
Programm Architektursymposium 2026 [https://github.com/swiss/dps-architecture-work-group/wiki/Architektursymposium-2026-Z%C3%BCrich]

Gemeinsam gestalten statt nur koordinieren: Wie lässt sich Enterprise-Architektur neu denken?

Der Round Table des Architektursymposiums 2026 fokussierte auf Weiterentwicklung von Enterprise-Architektur: Wie gelingt der Weg zu einer gemeinsam gestalteten, kollaborativen Architektur im föderalen Kontext? Es diskutierten:

  • Alexander Barclay, Leiter für Transformation und Interoperabilität sowie stellvertretender Delegierter bei Bundeskanzlei Digitale Transformation und IKT-Lenkung (BK-DTI);
  • Martine Margairaz, Cheffe du service informatique de l’entité neuchâteloise (SIEN), Kanton Neuenburg ;
  • Pascal Hallard, Architecte d'Entreprise, Kanton Waadt;
  • Stéphane Schwab, Leiter E-Government-Sekretariat, Kanton Freiburg;
  • Olivier Baujard, Responsable du Service de Gouvernance chez Office Cantonal des Systèmes d’Information et du Numérique, Kanton Genf.

 

Ausgangspunkt der Diskussion zu Enterprise-Architektur bildeten die strukturellen Rahmenbedingungen der Schweiz: Dezentralität, hohe Autonomie und parallele Entwicklungen führen immer wieder zu Spannungen zwischen institutioneller Autonomie und notwendiger Abstimmung digitaler Leistungen. Diese zentralen Herausforderungen definierten die Teilnehmenden:

  • Fragmentierte Ansätze;
  • Fehlendes strategisches Alignment;
  • Begrenzte Wiederverwendung;
  • Unterschiede in Governance, Prioritäten und politischer Agenda.
     

Aus der Diskussion lassen sich folgende Erkenntnisse festhalten:

  • Kohärenz und Autonomie sind grundsätzlich kompatibel. Vorausgesetzt, es wird klar definiert, was gemeinsam entschieden wird – beispielsweise Ziele, Fähigkeiten und Ergebnisse – und was dezentral erfolgen soll, beispielsweise die Umsetzung. Dabei wird Enterprise-Architektur (EA) als Schlüssel gesehen, um strategische Ziele, Fachanforderungen und IT-Umsetzung zu verbinden. EA kann ausserdem Transparenz über Abhängigkeiten herstellen und fundierte Entscheidungsgrundlagen liefern. Gleichzeitig wird kritisiert, dass EA heute noch zu oft technisch oder modellgetrieben und zu wenig in Entscheidungsprozesse integriert ist.
  • Damit gemeinsam gestaltet werden kann, müssen gewisse Bedingungen erfüllt sein: Neben einer gemeinsamen Governance, politischer Unterstützung und gemeinsamen Roadmaps ist dies auch die Sichtbarkeit bestehender Leistungen. Ebenso zentral sind pragmatische Vorgehensweisen wie die systematische Wiederverwendung bestehender Lösungen und die Durchführung konkreter, gemeinsamer Pilotprojekte. Eine stärkere Nutzendenorientierung sowie gemeinsame semantische Grundlagen, wie auch der Einbezug nicht-technischer Profile wurden als Hebel für eine bessere Abstimmung hervorgehoben.
     

Die Diskussion lässt sich so zusammenfassen: Die Rolle der Enterprise-Architektur verschiebt sich – von einer bisher technischen Disziplin hin zu einem strategischen Steuerungsinstrument. Dieses Instrument fördert vor allem zwei Dinge:

  • Koordination ohne Zentralisierung;
  • Gemeinsames Gestalten durch Transparenz, gemeinsame Ziele und konkrete Zusammenarbeit.
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Rückblick in Bildern

Zufriedenheitsumfrage

Bitte geben Sie uns Feedback auf den Anlass. Das hilft uns, künftige Anlässe noch gezielter zu planen.

Dauer

Organisation und Tagungsort

Architektursymposium

Beim Architektursymposium kamen Architektinnen und Architekten aus allen föderalen Ebenen zusammen, um gemeinsam den Grundstein für eine verwaltungsübergreifende Gesamtarchitektur zu legen.

Das Symposium ist Teil der Architekturvision 2050, die zum Ziel hat, eine zukunftsfähige und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden zu etablieren. Das Symposium zahlt auf die Umsetzung der Strategie «Digitale Verwaltung Schweiz 2024–2027» ein. Unter dem Schwerpunkt «Zusammenarbeit stärken und als vernetztes Gesamtsystem agieren» hat die DVS verankert, dass Bund, Kantone, Städte und Gemeinden sich über eine verwaltungsübergreifende Gesamtarchitektur verständigen – und die für die zukunftsgerichtete Zusammenarbeit notwendigen Strukturen und Verbindlichkeiten schafft bzw. weiter festigt.

Zielpublikum

Eingeladen sind alle, die digitale Architekturdienstleistungen, Software, Infrastruktur oder behördliche E-Government-Angebote planen, konzipieren, umsetzen oder bereitstellen – in Gemeinden, Städten, Kantonen und in der Bundesverwaltung.

Die digitale Transformation betrifft sämtliche Institutionen und Dienstleister, die im öffentlichen Sektor aktiv sind – von der Planung neuer Software- und Infrastruktur-Lösungen bis hin zur praktischen Umsetzung von Behördendienstleistungen und deren Bereitstellung in Portalen. Am Symposium erhalten Sie Einblicke in aktuelle Projekte, können sich mit anderen Fachleuten austauschen und aktiv dazu beitragen, die gemeinsame digitale Zukunft der Schweiz mitzugestalten.

Vergangene Ausgabe des Architektursymposiums

Rückblick auf das Architektursymposium 2025 [https://www.digitale-verwaltung-schweiz.ch/aktuelles/agenda/architektursymposium]

Kontakt

Geschäftsstelle Digitale Verwaltung Schweiz

Florian Steffen

E-Mail

+41 58 464 95 04

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